Volkshochschule

Ochtrup - Neuenkirchen - Wettringen - Metelen

Logo der Kategorie
Besonders empfohlen:
Vorbereitung auf die Sportfischerprüfung - 16.09.2010, 18:30 Uhr - Ochtrup [mehr]
Niederländisch - Stufe 1 - 07.09.2010, 20:00 Uhr - Ochtrup [mehr]
Vorbereitungslehrgang auf die Ausbildereignungsprüfung - 21.09.2010, 19:00 Uhr - Ochtrup [mehr]
+++ VOLKSHOCHSCHULE ... damit Sie morgen nicht von gestern sind! +++

Woche der Brüderlichkeit 2010

Alljährlich veranstalten die im "Deutschen Koordinierungsrat" (DKR) zusammengeschlossenen "Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit" im März unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten die "Woche der Brüderlichkeit". In allen Teilen des Landes werden aus diesem Anlass die unterschiedlichsten Veranstaltungen angeboten, um auf die Zielsetzung der Gesellschaften und das jeweilige Jahresthema hinzuweisen.

Mit einer besonderen Veranstaltungsreihe schließt sich die Volkshochschule in Ochtrup seit nunmehr 24 Jahren der Zielsetzung der bundesweit begangenen Woche an und stellt sich hinter das Anliegen dieser Woche, welches da ist: die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiede, die Erinnerung an die Ursprünge und Zusammenhänge von Judentum und Christentum, die Entfaltung freien, ungehinderten jüdischen Lebens in Deutschland sowie die Solidarität mit dem Staat Israel als jüdischer Heimstätte.

Die Gründung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit geht auf die Initiative der amerikanischen Besatzungsmacht nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zurück und war seinerzeit Teil ihres Erziehungsprogramms zur Demokratie. Angesichts der historischen Schuld und der bleibenden Verantwortung der in Deutschland und Europa von Deutschen betriebenen Vernichtung jüdischen Lebens haben sich die Gesellschaften zur Aufgabe gestellt, auf das Recht aller Menschen auf Leben und Freiheit ohne Unterschied des Glaubens, der Herkunft und des Geschlechts aufmerksam zu machen. Sie wenden sich deshalb gegen alle Formen des Antisemitismus, des Rechtsextremismus, der Diskriminierung von Minderheiten, der Intoleranz und des Fanatismus. Die Volkshochschule weiß sich diesem Anliegen verpflichtet und lädt zu ihrer Veranstaltungsreihe recht herzlich ein.

 


Eröffnungsfeier

Die Volkshochschule lädt ein zur Eröffnungsveranstaltung der „Woche der Brüderlichkeit am Sonntag, 7. März um 17.00 Uhr in der Alten Kirche Welbergen. Die ‚Woche’, die nunmehr zum 25. Mal in Ochtrup stattfindet, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Verlorene Maßstäbe“. Seit 1986 veranstaltet die Volkshochschule in Ochtrup nunmehr zur „Woche der Brüderlichkeit“ in Deutschland eine Reihe ausgesuchter Kursangebote. Die „Woche der Brüderlichkeit“ ist eine Veranstaltung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit. 

 

 

www.estherlorenz.de

Bürgermeister Kai Hutzenlaub wird die Gäste willkommen heißen.

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit für Arbeit, Gesundheit und Soziales,  spricht zum Thema „Verlorene Maßstäbe“.

Das Schlusswort spricht VHS-Direktor Guido Dahl.

Für den musikalischen Rahmen sorgen Esther Lorenz (Gesang) und Peter Kuhz (Gitarre).
Sie nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine musikalische Rundreise durch das jüdische Spanien.

 


Es war wie Hexenjagd ...
Die vergessene Verfolgung ganz normaler Frauen im Zweiten Weltkrieg

Nur wenige wurden rehabilitiert. Die anderen beschimpfte man auch nach dem Krieg als "Flittchen", "Polenhure", "Russenliebchen". Hunderte ganz normaler, meist jugendlicher Frauen, von Nachbarn oder Kollegen denunziert, landeten im Konzentrationslager, weil sie einem Fremdarbeiter zugelächelt oder ihm ein Butterbrot zugesteckt hatten. Die Gestapo erprügelte Unterschriften für Geständnisse, in denen fast immer ein "unsittliches Verhältnis" zugegeben wurde und die die Beschuldigten nicht einmal lesen durften. Dr. Gisela Schwarze hat dem Schicksal dieser Frauen nachgespürt, es engagiert und historisch fundiert aufgearbeitet. Sie zeigt, wie tief sich Spitzelei, sexueller Neid und Unmenschlichkeit in das Alltagsleben der Deutschen fraßen, wo sie weit bis nach dem Kriege haften blieben.

Dienstag, 9. März 2010, 19.30 Uhr, Villa Winkel

Anmeldungen zur Veranstaltung sind erbeten bei der VHS-Hauptgeschäftsstelle, Telefon 02553 93980; die Vortragsgebühr beträgt 5 Euro. 


Felix-Nussbau-Haus

Museum ohne Ausweg
Exkursion nach Osnabrück zum Felix-Nussbaum-Haus

Der Deutsche Koordinierungsrat für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR) hat auf seiner Mitgliederversamm-lung in Bonn Herrn Daniel Libeskind, international renommierter Architekt und Stadtplaner, die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen.  Wie kaum ein anderer hat der in Polen 1946 Geborene und an vielen Universitäten der Welt Lehrende in Theorie und Praxis das Verständnis der Funktionen von Architektur neu geprägt. Dies bestätigt nicht nur das in Entwurf und Realisierung als revolutionär geltende jüdische Museum in Berlin, das 2001 eröffnet wurde, sondern das nicht weniger spektakuläre, 1998 eröffnete Museum in Osnabrück. Immer gelingt es Libeskind, durch die inspirierende Räumlichkeit seiner Arbeiten einen Dialog zwischen Architektur und Geschichte der Juden herzustellen, dem man sich nicht entziehen kann. Das Felix-Nussbaum-Museum beherbergt mit über 170 Arbeiten die weltweit umfassendste Sammlung von Kunstwerken des jüdischen Malers.

Freitag, 12. März 2010, Abfahrt 14.00 Uhr, Rathausplatz (Privat-PKW)

Anmeldungen zur Veranstaltung sind erbeten bei der VHS-Hauptgeschäftsstelle, Telefon 02553 93980; die Eintrittsgebühr beträgt 12 Euro inklusiv Führung.

Internetseite Felix-Nussbaum-Haus
Druckversion zurück